Anton Samsonov

Psychologische Hilfe & Coaching

a.samsonov@thepsychologist.de

Schlagwort: Bewusstsein

  • Automatische Bewertungen

    Automatische Bewertungen

    Photo by Seb Barsoumian on Unsplash

    „Die heroischste Entscheidung besteht oft darin, die Verantwortung für deine jetzige Situation zu übernehmen und dich in vollem Bewusstsein auf sie einzulassen.“ Dan Millman

    WIR BEWERTEN – ABER WIE?

    Der Dreh- und Angelpunkt der meisten Überlegungen auf dieser Seite geht darauf zurück, dass wir bestimmen können, wie wir auf Ereignisse reagieren, die uns widerfahren. Ganz gleich was mit uns passiert, wir bestimmen darüber, wie wir eine Situation bewerten.

    Welche Rolle übernehmen wir in diesem Bewertungsprozess? Sind wir bloße Beobachter dieser Bewertungen? Lassen wir unsere automatischen Reaktionen und Denkgewohnheiten darüber bestimmen, wie wir auf Situationen reagieren und wie wir uns fühlen? Oder steuern wir aktiv nach, um Bewertungen der Geschehnisse zu revidieren?

    Lass es uns gemeinsam ausprobieren. Lust auf eine kurze Zeitreise in die Vergangenheit? Versetze dich einige Jahre zurück. Denke an einen deiner großen Misserfolge vor einigen Jahren. Wo warst du zu dem Zeitpunkt? Was ist geschehen? Wie hast du dich gefühlt? Und wie fühlst du dich jetzt, wenn du darüber nachdenkst? Wie bist du mit dem Misserfolg umgegangen? Was hast du daraus gelernt? Wie bewertest du die vergangene Situation jetzt? Was hättest du anders gemacht?

    Wahrscheinlich bewertest du den vergangenen Misserfolg etwas anders als früher, oder? Ist es nicht erstaunlich, dass man das Geschehene anders bewertet, wenn man Wochen, Monate oder Jahre hinterher darüber nachdenkt? Die Gefühle der Freude, Wut oder Trauer sind dann plötzlich nicht mehr so stark. Sie sind verblasst und müssen von uns aus den Tiefen des Gedächtnisses hervorgekramt werden.

    Häufig können wir uns noch daran erinnern, dass wir wütend oder traurig waren, aber die Gefühle sind so weit weg (mehr Infos über Psychologische Distanz). Man kann sie nicht mehr richtig nachspüren. Die Distanz ist groß. Kann uns diese Erkenntnis helfen, die Geschehnisse der Gegenwart zu verarbeiten, um unsere Bewertung zu verändern?

    Ja, das kann sie. Das, was uns als Menschen einzigartig macht, ist unsere Fähigkeit zu lernen und zu reflektieren. Wenige von uns nehmen sich regelmäßig Zeit, um in Ruhe zu reflektieren und die eigenen (automatischen) Bewertungen zurechtzurücken.

    Jetzt wäre dafür doch ein geeigneter Moment, findest du nicht?

     

    HÄTTEST DU GERNE UNTERSTÜTZUNG?

    Falls du nicht weißt, was du tun kannst, um deine Bewertungen „zurechtzurücken“, schreibe mir eine E-Mail:

    a.samsonov@thepsychologist.de

  • Achtsamkeit im Alltag – Momente, die an uns vorbeiziehen

    Achtsamkeit im Alltag – Momente, die an uns vorbeiziehen

    Ben White

    Die Momente unseres Lebens ziehen unwiederbringlich an uns vorbei. Manchmal sind diese Momente schön. Manchmal sind sie hässlich. Doch eines haben sie gemeinsam, sie ziehen alle vorüber.

    „Immer wieder verfallen wir in die Gewohnheit, irgendwohin zu eilen. Mehr oder weniger unterliegen wir alle dem Glauben, dass wir erst etwas erreichen müssen, um glücklich zu sein. Und so eilen wir dem Leben davon.“

    Vergessen wir manchmal in der Eile unserer Tage zu atmen, zu leben und einfach da zu sein? Denn was ist schlussendlich das, was uns bleibt, wenn alles andere verschwindet? Es sind die einzelnen Momente, die an uns vorbeiziehen.

    QUELLEN

    Kabat-Zinn, J. (2013). Im Alltag Ruhe finden: Meditationen für ein gelassenes Leben. Knaur Taschenbuchverlag.

    Kabat-Zinn, J. (2018). The healing power of mindfulness: A new way of being. Hachette UK.